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Monat: Juli 2014

FAQs: Oft gestellte Fragen

Wie sieht die aktuelle Situation aus? Wie lange darf in Österreich maximal gearbeitet werden?

Grundsätzlich gilt in Österreich eine Normalarbeitszeit von 8 Stunden pro Tag bzw. 40 Stunden pro Woche. Jedoch gibt es bereits jetzt zahlreiche Ausnahmen in Hinblick auf die Verteilung der Arbeitszeit auf die einzelnen Arbeitstage. So beträgt die tägliche Höchstarbeitszeit, inklusive Überstunden, 10 Stunden. Weitere Ausnahmen, in denen eine längere Höchstarbeitszeit erlaubt ist, bestehen z. B. bei Schichtarbeit, Arbeitsbereitschaft oder Überstunden bei besonderem Arbeitsbedarf. Darüber hinaus sind in vielen Kollektivverträgen und Betriebsvereinbarungen weitere Ausnahmen festgelegt. Im Falle einer Vier-Tage-Woche sind seit der letzten Novellierung des Arbeitszeitgesetzes 2007 sogar Einzelvereinbarungen zwischen Arbeitgeber/in und Arbeitnehmer/in möglich.

Seit wann gibt es in Österreich den 8-Stunden-Tag?

In Österreich gibt es den 8-Stunden-Tag seit 1918. Damals noch bei einer 48-Stunden-Woche. Gesetzlich geregelte Arbeitszeiten und die schrittweise Verkürzung der Arbeitszeit gehörten zu den wichtigsten Zielen der historischen ArbeiterInnenbewegung, als auch der Sozialdemokratie bis in die 80er Jahre. So wurde die 40-Stunden-Woche nach einem Volksbegehren 1975 eingeführt. Seit 1985 gelten zudem für manche Branchen 38,5 Wochenstunden. In den letzten 20 Jahren lässt sich eine Wende beobachten, Bestimmungen für die Arbeitszeit werden seitdem zunehmend gelockert.

Diese Verschlechterungen bringt der 12-Stunden-Tag für die Beschäftigten

Die nun geplanten Verschlechterungen sind umfassend: Arbeits- und Wegzeit von 14 Stunden, keine Überstunden-Zuschläge in der Gleitzeit wird die 60 Stunden-Woche zur Normalarbeitszeit – bis zu 4 Arbeits-Wochenende.

Was ist das Problem dabei?

Die Diskussion um den 12-Stunden-Tag steht im Gegensatz zur bisherigen Forderung nach einer weiteren Reduzierung der Arbeitszeit, um diese gerechter zu verteilen. Die Erhöhung der täglichen Höchstarbeitszeit stellt einen weiteren Schritt in Richtung Aushöhlung arbeitsrechtlicher Bestimmungen dar. Die nun geplanten Verschlechterungen zu Gunsten weniger Unternehmer betreffen damit direkt oder indirekt alle Menschen in Österreich.

Was kann ich dagegen tun?

Komm zum Flashmob Lieber Familie als 12StundenTag – Flashmob vor der ÖVP-Zentrale am Freitag, 29. Juni 2018, 16:00 Uhr in der Lichtenfelsgasse.
Komm zur Demo am Samstag, 30. Juni 2018, 14:00 Uhr beim Westbahnhof in Wien und nimm deine Freund_innen mit.
Teile den Beitrag Neun Gründe, warum der 12-Stunden-Tag unsere bisher beste Chance gegen Schwarz-Blau ist um deine Familie und deine Freund_innen zu informieren.
Teile das Video und diese Website via Mail, Facebook und Twitter mit deinen FreundInnen und Bekannten! Damit informierst du andere.
Und: Halte Ausschau nach weiteren Protestaktionen!

Gibt es auch positive Aspekte am 12-Stunden-Tag?

»Mit dem 12-Stunden-Tag muss ich weniger Zeit mit meinen nervigen Kindern verbringen.«
»Mit dem 12-Stunden-Tag bleibt mir mehr Geld im Börsel, da ich weniger Zeit habe es nach der Arbeit auszugeben.«
»Mit dem 12-Stunden-Tag ist mein Tag endlich besser strukturiert und wird nicht so sinnlos verplempert.«

Fallen dir noch weitere positive Aspekte ein? Dann tweete diese unter dem Hashtag #12Std und weise auf unsere Website hin!